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Augentraining

Wenn Dinge anders sind, als einem immer erzählt wurde.

brillenpaesse

In 2012 habe ich aus einem persönlichen Bedürfnis heraus einen Selbstversuch zum Thema Augentraining unternommen. Entgegen der Meinung der frisch studierten Optikerin, konnte ich meine Hornhautverkrümmung innerhalb von drei Wochen deutlich messbar reduzieren. Augentraining kam in ihrem Studium nicht vor meinte sie, dafür war sie vorher sehr davon überzeugt, dass das nicht geht.

Augentraining gibt es seit 1920, ein Dr. Bates hat sich hier verdient gemacht, wurde jedoch nicht „anerkannt“. Verwundert, wie sich so ein grundlegender Irrtum bei Fachleuten halten kann, kamen in mir Fragen auf: In welchen Bereichen gibt es möglicherweise ähnliche Umstände – wo gibt es andere wertvolle Erkenntnisse, die sich (noch) nicht durchgesetzt haben? Dabei geht es mir weniger um das „Warum“, sondern mehr um die Lösung als solche. Dabei bescherte mir dieses Erlebnis die Motivation, mich intensiv mit Gesundheitsthemen zu beschäftigen und schließlich hier beratend tätig zu werden.

Erfahrungsbericht Augentraining

Findet heraus, welches Euer dominantes Auge ist und was man damit machen kann. Auch erkläre ich, wie die oben rechts gezeigten Brillenpässe zu lesen sind. Dazu gibt es die Highlights aus meinem Experiment als kostenloses PDF – Weiterleiten erwünscht.
UPDATE Dezember 2015: Ich habe letzten Monat ein Augentraining-Seminar besucht und ein paar Erfahrungen im PDF ergänzt.

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Augentraining_Erfahrungsbericht.pdf (9 Seiten, 1,2 MB)

Ich gebe zum Thema Augentraining auch Workshops und berate z.B. mit dem Fokus, wie sich erhöhte Anstrengungen des Auges durch Bildschirmarbeit minimieren lassen und das Auge im Alltag unterstützt werden kann.


Da die Ernährung auch zu einem großen Teil die Leistungsfähigkeit unserer Augen beeinflusst, möchte ich hier insbesondere auf das Thema „Zucker“ hinweisen – übermäßiger Konsum von isoliertem Zucker scheint dem Auge Energie zu rauben (ein Typ 1 Diabetiker äußerte nach Einnahme einer stark zuckerhaltigen Süßigkeit mir gegenüber auch mal, dass er sich grad Insulin spritzen müsse, er fange an nicht mehr richtig zu sehen). Hierüber habe ich mal einen Gast-Blog-Beitrag geschrieben – wurde anderswo aber wieder heruntergenommen. Daher also nun hier:

„Ich fang an nix mehr zu sehen“

… sagte ein Schlagzeug-Schüler zu mir, nachdem er eine Zuckerkugel von meinem Kollegen gegessen hatte. Er spritzte sich gegen den Zuckerschock schnell Insulin; er hat Diabetes Typ 1 – der sog. „Jugend-Diabetes“; hier wird nicht genügend Insulin produziert. Für uns interessant: Der Zucker raubt dem Auge anscheinend Energie. Auch ohne Diabetes haben es unsere Augen bei hohem Zuckerkonsum schwerer, so die Meinung von Augentraining-Experten: Ein gestörter Blutzuckerspiegel durch hohen Zuckerkonsum behindere den Akt des Fokussierens im Auge, kann also Kurzsichtigkeit begünstigen. In Kombination mit der hohen Belastung der Augen durch Bildschirmarbeit führt dies also zu einer Doppelbelastung.

Wie soll man denn den Ratschlag „Iss weniger Zucker“ umsetzen, ohne dass man auf alles verzichtet? Zunächst eine Präzisierung: Mit Zucker ist hier insb. der Rohrzucker und weiterer ZUGESETZTER Zucker (wie Fruchtzucker, Glucose-Fructose-Sirup usw.) gemeint, nicht der natürlich enthaltene Fruchtzucker in Früchten o.ä.. Wenn z.B. Fruchtzucker/Fructose in der Zutatenliste steht, bedeutet dies, dass dieser als zuvor isolierter Stoff zugesetzt ist. Es scheint keine gute Idee zu sein, ständig isolierte Bestandteile von Lebensmittel zu verzehren. Aber es schmeckt so lecker …

Das Problem: Haben wir einmal mit dem Zucker angefangen, ernähren wir damit zuckerliebende Darmbakterien. Und wenn diese nichts mehr zu essen haben, bekommen wir Heißhunger auf Süßes. Ja, richtig gelesen: Unsere Darmbakterien beeinflussen unsere Gelüste. Dies ist auch bereits mit Studien belegt, in dem die Darmbakterienpopulation von Mäusen getauscht wurde.  Dies führte zu getauschtem Verhalten von zwei Mäusegruppen – eine ängstliche/schüchterne, eine explorative/mutige: http://www.gastrojournal.org/article/S0016-5085%2811%2900607-X/abstract Dies ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass im Allgemeinen von den Nervenverbindungen zwischen Hirn und Darm 90% vom Darm zum Hirn verlaufen.

Die Lösung: Hier kann man mit unterschiedlichen Mitteln ansetzen, Einfluss auf die Darmbakterien zu nehmen. So gibt es z.B. spezielle Säfte, welche die unerwünschten Darmbakterien in ihrer Fortpflanzung hemmen und die gewollten Darmbakterien füttern. Da dies eine sanfte Methode ist, sollte man dem Vorhaben 100-150 Tage geben. Hier wird mir immer wieder berichtet, dass sich wie von allein nach und nach der Appetit ändert – sodass der Verzicht auf Süßes kein Verzicht mehr ist.

Falls dies dennoch nicht „schmecken“ sollte, gäbe es auch spezielle Säfte, die das Konzept verfolgen, dem Auge (und Hirn) besonders benötigte Wertstoffe im komplexen Verbund zuzuführen. Sehr empfehlenswert scheinen hierbei flüssige Konzentrate zu sein – da diese oft besser bioverfügbar sind, als Pulver/Tabletten. Nun noch der obligatorische, allgemeine Rat: Dies kann eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Hilft aber vielleicht auf dem Weg dahin.

Auf der Seite Ernährung findet sich auch ein Interview von mir zum Thema Zucker.