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Gemeinwohl-Ökonomie

gesundes Wirtschaften

Bei der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) handelt es sich um ein ganzheitliches, alternatives Wirtschaftsmodell. Statt vordergründig an einzelnen Krisen zu arbeiten, strebt die GWÖ eine umfassende Neuausrichtung an. Neben Aspekten zur Geldpolitik und Wirtschaft, integriert es u.a. zudem auch die Bereiche Bildung und Demokratie.

Für die Wirtschaft steht nicht mehr die Gewinnmaximierung als oberstes Ziel (Geld ist Mittel und nicht Zweck), sondern die Steigerung des Gemeinwohls. Der passende Grundsatz hierfür steht übrigens bereits in unserer Verfassung: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ (Grundgesetz Art. 14, Abs. 2). Nur die Realität weicht bislang noch ab. Dies können wir jetzt ändern.

Eine von vielen konkreten Ideen ist z.B. Unternehmen in Abhängigkeit ihres Beitrags oder Fehlbetrags gegenüber Mensch und Umwelt zu besteuern. Die Gemeinwohl-Matrix ist hierfür ein zentrales Instrument, um das Handeln von Unternehmen oder auch Kommunen systematisch transparent zu machen.

Bereits in 2010 stellte Christian Felber im Umfeld von attac Österreich die Idee der GWÖ öffentlich vor. Seitdem wird die GWÖ in der Praxis erprobt, weiterentwickelt und findet neue Anhänger; „Bioland“ hat bspw. als erster landwirtschaftlicher Verband in 2015 eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Auch bei der EU stößt die GWÖ auf Resonanz (Infos hier). Es steht zudem die Umsetzung der EU-Richtlinie über nichtfinanzielle Berichterstattung bis zum 06.12.2016 an (betrifft zunächst Unternehmen ab 500 Beschäftigten), die Gemeinwohl-Bilanz könnte hier zu einem Standard werden. In 2016 hat es die GWÖ in den Koalitionsvertrag von Baden-Württemberg geschafft. Die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie im März 2017 mit dem ZEIT-WISSEN Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet.

Das GWÖ-Modell ist ergebnisoffen und soll mit allen Beteiligten laufend diskutiert und weiterentwickelt werden. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen das „gute“ Wirtschaften mehr und mehr Realität werden zu lassen – z.B. kann man als Verbraucher oder Kommune bereits jetzt Unternehmen bevorzugen, die „vernünftig“ wirtschaften.

Als Unternehmen/Institution/Kommune kann man bereits freiwillig eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und sich somit nachhaltig und zukunftsfähig ausrichten. Die Gemeinwohl-Bilanz dient dabei auch als ein wertvolles Organisations-Entwicklungs-Tool. Hierzu berate ich gern bei der Umsetzung.


 

Weitere Infos zur Gemeinwohl-Ökonomie

 

In Bielefeld gibt es bereits eine offizielle Gemeinwohl-Ökonomie-Gruppe mit Status „aktiv“ der ich beiwohne: http://bielefeld.ecogood.org

Haben Sie Interesse an regionalen GWÖ-Vorträgen oder möchten Sie bei der GWÖ mitmachen? Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf. Termine zu öffentlichen Vorträgen gibt es ggf. auf meiner Startseite oder per Newsletter (Bitte E-Mail schicken, wenn Sie den Newsletter bekommen möchten).